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Gesunde Zähne ein Leben lang – Informationen für unsere großen und kleinen Patienten.
Ein gesundes Gebiss ist mehr als nur ein schönes Lächeln – es trägt zur
allgemeinen Gesundheit und Lebensqualität bei. Kieferorthopädie kann in jedem
Alter helfen, Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren und so Funktion,
Ästhetik und Wohlbefinden zu verbessern.
Besonders im Kindes- und Jugendalter lassen sich Zahn- und
Kieferentwicklungen gezielt steuern, aber auch Erwachsene können von
modernen kieferorthopädischen Maßnahmen profitieren. Hier finden Sie weitere
Informationen rund um die Kieferorthopädie und wo Sie Ihren Kieferorthopäden
finden.
Kieferorthopäden sind…
…Zahnärzte.
Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde und beschäftigt sich mit der Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Voraussetzung dafür, Kieferorthopäde werden zu können, ist also ein Studium der Zahnmedizin und die Approbation als Zahnarzt oder Zahnärztin.
…Fachzahnärzte.
Die in den meisten Bundesländern vorgesehene „vollständige“ Berufsbezeichnung der Kieferorthopäden lautet mittlerweile Fachzahnarzt bzw. Fachzahnärztin für Kieferorthopädie. Der „Fachzahnarzt“ ist dabei das gleiche, wie der „Facharzt“ in der ärztlichen Versorgung. Nach dem Studium darf jeder Arzt und jeder Zahnarzt alle Behandlungen anbieten. Wer aber als Kieferorthopäde, also als Fachzahnarzt tätig sein möchte, muss eine Weiterbildung durchlaufen.
…weitergebildet.
Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopäde dauert in Vollzeit vier Jahre, in Teilzeit entsprechend länger. In dieser Zeit beschäftigt sich der angehende Kieferorthopäde unter der Aufsicht und Anleitung eines hierzu von der Zahnärztekammer ermächtigten, erfahrenen Kollegen theoretisch und praktisch intensiv mit der Kieferorthopädie. In den meisten Bundesländern ist auch ein Jahr an einer Universitätsklinik Pflicht, um die ganze Bandbreite der Kieferorthopädie und die Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen kennenzulernen. Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung vor Fachkollegen. Erst wenn der Zahnarzt diese Prüfung bestanden hat und damit bewiesen hat, dass er über besondere Kenntnisse und Fertigkeiten in der Kieferorthopädie verfügt, darf er sich Fachzahnarzt für Kieferorthopädie oder Kieferorthopäde nennen.
…Spezialisten.
Diese jahrelange Weiterbildung führt dazu, dass Kieferorthopäden Spezialisten Ihres Fachs sind. In der Regel beschäftigen sich Kieferorthopäden auch während ihrer beruflichen Tätigkeit ausschließlich mit der Kieferorthopädie. Diese Konzentration auf das Fachgebiet sorgt dafür, dass die Patientin mit höchster Qualität behandelt werden können.
Kieferorthopäde, Master und Tätigkeitsschwerpunkt - Welche Qualifikation steckt hinter der Bezeichnung?
Wer kieferorthopädische Behandlungen anbietet, kann heute mit unterschiedlichen Bezeichnungen, akademischen Graden und Tätigkeitsschwerpunkten auftreten. Für Patientinnen und Patienten ist kaum erkennbar, welche Ausbildung tatsächlich dahintersteht. Die Unterschiede sind erheblich. Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Qualifikationen
Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
Eine Fachzahnärztin oder ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie – kurz: Kieferorthopädin oder Kieferorthopäde – hat nach dem Zahnmedizinstudium eine gesetzlich geregelte mehrjährige Weiterbildung absolviert. [Mehr erfahren]
Die fachspezifische Weiterbildung dauert mindestens drei Jahre. Hinzu kommt zumeist ein allgemeinzahnärztliches Jahr. Sie erfolgt an zugelassenen Weiterbildungsstätten unter verantwortlicher Leitung weiterbildungsbefugter Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzte. Prägend ist die tägliche klinische Tätigkeit: Über Jahre werden zahlreiche unterschiedliche und auch komplexe kieferorthopädische Behandlungsfälle untersucht, geplant und behandelt – unter fortlaufender fachlicher Anleitung und Supervision.
Ein Teil der Weiterbildung erfolgt im universitären Bereich. Den Abschluss bildet eine Prüfung vor der zuständigen Zahnärztekammer.
Die Inhalte der Weiterbildung ergeben sich aus den Weiterbildungsordnungen der Landeszahnärztekammern, die sich an der (LINK) Muszterweiterbildungsordnung der Bundeszahnärztekammer orientieren, in der ein umfangreicher Katalog von praktischen und theoretischen Weiterbildungsinhalten enthalten ist.
Damit weist die Fachzahnarztbezeichnung eine mehrjährige strukturierte theoretische und praktische Weiterbildung im gesamten Fachgebiet nach. Die deutsche Fachzahnarztweiterbildung entspricht zugleich den europarechtlichen Anforderungen an die fachzahnärztliche Weiterbildung.
Master of Science Kieferorthopädie
Ein Master of Science im Bereich Kieferorthopädie ist ein akademischer Hochschulgrad, keine Fachzahnarztqualifikation. Deshalb sagt der Titel „Master of Science Kieferorthopädie“ für sich genommen nur begrenzt etwas darüber aus, über welche Kenntnisse und Fertigkeiten sein Träger tatsächlich verfügt. [Mehr erfahren]
Die entsprechenden Studiengänge werden regelmäßig berufsbegleitend angeboten. Vorlesungen, Online-Unterricht und einzelne Präsenzveranstaltungen werden über mehrere Semester verteilt. Die tatsächliche Präsenz an der Hochschule kann sich dabei auf wenige Wochen während des gesamten Studiums beschränken.
Vor allem aber fehlt dem Masterstudium das prägende Element der Fachzahnarztweiterbildung: die über Jahre täglich stattfindende Behandlung kieferorthopädischer Patienten innerhalb einer zugelassenen Weiterbildungsstätte unter kontinuierlicher Verantwortung und Supervision eines hierfür besonders qualifizierten Weiterbilders.
Die Studierenden arbeiten während eines berufsbegleitenden Masterstudiums überwiegend außerhalb der Hochschule in eigener Praxis oder Anstellung. Ob sie dort überhaupt kieferorthopädisch tätig sind, wie viele Patienten sie behandeln, welche Schwierigkeitsgrade diese Fälle haben und ob ihre Behandlungen fachlich beaufsichtigt werden, ist nicht einheitlicher Bestandteil der durch den Mastergrad nachgewiesenen Qualifikation.
Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie
Ein Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie beruht in der Regel auf der Selbsteinschätzung eines Zahnarztes, sich in einem bestimmten Ausmaß kieferorthopädisch zu betätigen. [Mehr erfahren]
Ein bundesweit einheitlich geregelte Fortbildungsgang, eine vorgeschriebene mehrjährige Tätigkeit unter fachlicher Anleitung oder eine abschließende Fachprüfung vor der Zahnärztekammer sind damit jedoch nicht verbunden. Konkrete Vorgaben gibt es nur in einigen Bundesländern.
Nur die Bezeichnung als „Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Kieferorthopädie“ garantiert eine mehrjährige, gesetzlich geregelte praktische und theoretische Weiterbildung im Fachgebiet unter kontinuierlicher fachlicher Anleitung mit abschließender Prüfung vor der Zahnärztekammer.
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