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5. Gemeinschaftskongress Kinder – Zahn – Spange: Osteopathie in der Kinderbehandlung – Mode oder Methode?

Presseinformation der Initiative Kiefergesundheit e.V./IKG in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden/BDK vom 19. Januar 2014

Physiotherapeutische Maßnahmen bei Kindern als Begleitung einer entsprechenden Mundgesundheitsbehandlung werden in der Zahnmedizin nicht mehr grundsätzlich kritisch bewertet. Wie aber stellt sich die Situation dar, wenn es um Osteopathie geht? „Wir sind bei einem der vorhergehenden Symposien auf dieses Thema angesprochen worden“, sagt Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des Berufsverbandes der deutschen Kieferorthopäden/BDK.  „Viele von uns erwachsenen Zahnärzten und Kieferorthopäden nutzen osteopathische Therapien bei eigenen Beschwerden. Aber ist dies auch ein Verfahren, das Kindern nützlich sein kann? Und zwar dezidiert bei Störungen im oralen System?“

Dieser Aspekt interessierte auch die Kinderzahnärzte, die Mitveranstalter des Gemeinschaftssymposiums von BDK, IKG, DGKiZ und BuKiZ *) sind. Die spannende Frage wurde daher zum Tagungs-Thema. Erste Erfahrung von Prof. Dr. Dr. Ralf Radlanski/Charité, traditionell wissenschaftlicher Leiter dieser hocherfolgreichen interdisziplinären Symposiumsreihe: „Ich habe zum Thema ‚Osteopathie und Kinder’ kaum Literatur gefunden. Das war doch recht verwunderlich: Osteopathie ist ja keine neue Herangehensweise an Befund und Therapie funktionaler Störungen.“ Osteopathische Verfahren werden inzwischen von den meisten privaten Krankenversicherungen erstattet, und nach entsprechender Bescheinigung des Arztes sind auch einzelne gesetzliche Krankenkassen bereit, die Kosten zu übernehmen.

Radlanski: „Die Vorbereitung des Symposiums-Programms erwies sich diesmal als echte Herausforderung – hat aber auch ganz besonders viel Spaß bereitet: Ein quasi neues Thema im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde öffnen zu dürfen ist für einen Grundlagenwissenschaftler eine attraktive Aufgabe!“ Dabei war es nicht das Thema Osteopathie selbst, für das durchaus reichlich Literatur und Anwenderberichte vorliegen, sondern der fokussierte Aspekt „Kinderbehandlung“.

Das Verfahren, das als komplementär- oder  gar alternativmedizinisches Vorgehen gilt, hat unter den Erwachsenen viele Anhänger, und diese erkundigen sich in den Praxen gezielt auch für ihre Kinder nach entsprechenden Verfahren. „Können wir dann guten Gewissens Zustimmung signalisieren?“ – fragten sich Professor Radlanski und die Veranstalter des Symposiums und trugen gemeinsam zusammen, was sie an Veröffentlichungen fanden und an spannenden Referenten, die langjährige Erfahrung vermitteln können. „Inzwischen hat sich für uns das Geheimnisvolle der Osteopathie etwas erhellt“, so der wissenschaftliche Leiter, „die Teilnehmer des Symposiums werden ein interessantes Potpourri aus Wissenschaft und vor allem viel Praxis erleben.“ Wer vor allem Wert auf fundierte wissenschaftliche Studien legt, wird wohl mit zurücknehmen in die Praxis, dass es zu ‚Osteopathie & Kinder’ mit Fokus Mundgesundheit eher wenig Literatur gibt – diejenigen, die eher Wert auf die praktischen Erfahrungen in der Praxis legen, aber sehr viel. „Eine Frage hat mich über die ganze Vorbereitungszeit zum Programm begleitet“, sagt Professor Radlanski: „denn offenbar funktioniert diese Behandlungform. Aber wie? Wir werden uns also vor allem um die Punkte kümmern: Welche Chancen hat die Osteopathie, haben das Tasten und Mobilisieren bei oralen Störungen der Kinder in unseren Praxen? Welche Rolle spielen kieferorthopädische Apparaturen beispielsweise?“ Referenten mit unterschiedlicher Expertise nähern sich den Antworten und entsprechenden Empfehlungen an.
 
Interessenten ist eine frühe Anmeldung empfohlen, denn diese Symposiumsreihe ist in aller Regel schnell ausgebucht. Wie bisher wird die Tagung im MARITIM in Frankfurt stattfinden – am 12. April 2014. Informationen und Anmeldungen:
www.kinder-zahn-spange.de
 
BU-Vorschlag: Wissenschaftlicher Leiter der Symposiumsreihe von Kinderzahnärzten und Kieferorthopäden ist Prof. Dr. Dr. Ralf J. Radlanski/Charité, der auch sachkundig durch das Programm führt.

 
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