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23.09.2013 Pressemitteilung des BDK zum Tag der Zahngesundheit 2013: Schule, Zähneputzen – und die „Spangen“

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 23. 9. 2013
 
BDK zum Tag der Zahngesundheit 2013:
Schule, Zähneputzen – und die „Spangen“

 
Das Motto des diesjährigen Tages der Zahngesundheit begrüßt der BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden ganz besonders: „Gesund beginnt im Mund – Zähneputzen macht Schule“ spreche eine Altersgruppe an, die in den kieferorthopädischen Praxen noch immer die Haupt-Patientengruppe darstelle. Kinder/Jugendliche befänden sich in der Zeit des Wechselgebisses in einer insgesamt bewegten Lebensphase. Sie stünden unter vielfältigen Eindrücken, machten verschiedenste Entwicklungsschübe durch und fokussierten ihre Interessen immer wieder auf neue Themen.
„Wir wissen es einzuschätzen, wie aufwändig es in dieser Lebensphase ist, die Kinder immer wieder neu zu motivieren“, sagt Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK. Generell müssten sich Kieferorthopäden bei den meist über einige Jahre gehenden Behandlungen auf die wechselnden Kommunikationsbedürfnisse jedes einzelnen Kindes einstellen: Wer als Zehnjähriger erstmals in die Praxis komme, habe andere Werte und Themen als später mit 13 oder 14 Jahren. Dabei gehe es aber nicht nur darum, die verordneten Apparaturen gemäß der gemeinsamen Verabredung auch zu tragen. „Was meist mehr Motivationsaufwand kostet, ist, diese jungen Menschen auch zu sorgfältiger Mundhygiene anzuhalten. Gerade bei Bracket-Apparaturen muss nach eingeübtem Standard geputzt werden, um zum Schluss nicht nur eine harmonische, sondern insbesondere eine gesunde Zahnreihe zu erreichen.“ Zähneputzen gehöre erfahrungsgemäß aber zu den Ritualen, die in bestimmten Entwicklungszeiten gern unter ‚ferner liefen’ stünden. Zudem verlange eine bebänderte Zahnreihe intensivere Zuwendung und möglichst auch Spezial-Mundhygiene-Hilfsmittel. „Wenn die Durchschnitts-Handzahnbürste dem jungen Bracket-Träger zu unflott erscheint, bieten die Hersteller von Mundhygiene-Systemen allerdings mittlerweile viel Auswahl. In einer Studie an der Universität Mainz wurde kürzlich getestet, ob die Reinigungsleistung bei Handzahnbürste, elektrischer Zahnbürste und einer elektrischen Zahnbürste mit kieferorthopädisch gestaltetem Bürstenfeld vergleichbar sind oder es Unterschiede gibt. Signifikant besser erwies sich die elektrische Zahnbürste für kieferorthopädische Patienten.“ Auch spezielle Zahnseiden seien auf Bänderungen ausgerichtet, je nach Fall könne auch eine Einbüschelzahnbürste oder auch, ergänzend zu Zahnzwischenraumbürstchen, eine Zahnzwischenraum-Dusche mit angenehm aromatisiertem Mundwasser nützlich sein. „Die Vielfalt spezieller Produkte ist heute groß – und auch gut gestestet“, so Dr. Mindermann, „die moderne Technik ist vermutlich für viele junge Menschen reizvoller und attraktiver als die ‚Klassiker’ aus dem Handzahnbürstenbereich.“ Auch motivierende Tools wie Putzzeit-Uhren verbänden die Pflicht zur Mundhygiene mit dem Spaß an sinnvoller, technischer Spielerei.
 
Bei der steigenden Zahl an Ganztagsbetreuungseinrichtungen, die in der Regel keine Möglichkeiten für ausreichende Mundpflege nach Pausen oder Mittagessen böten, käme der Zahnpflege am Abend eine besondere Bedeutung zu: „Zahnbeläge lassen sich leichter wegwischen, so lange sie weich sind – wer zu lange schlurt und nicht wenigstens den Abend vor dem Schlafengehen dazu nutzt, Zähne und die kieferorthopädischen Apparaturen wirklich gründlich sauber zu halten, muss mit härteren und auch klebenden Zahnbelägen rechnen – dann nützen oft auch die coolsten elektrischen Zahnbürsten nicht mehr.“ Der BDK empfehle daher, wenn möglich, Zähneputzen zwischendurch in der Schule, wofür auch eine einfache Handzahnbürste im Rucksack reiche. Besonders wichtig seien aber regelmäßige Prophylaxe-Gespräche mit dem Kieferorthopäden bzw. dem Prophylaxe-Team, um möglicherweise entstandene erste Zahnschäden so rasch wie möglich ausgleichen zu können. Dr. Mindermann: „Ansonsten haben unsere kieferorthopädischen Patienten eigentlich sogar ein gewisses Plus gegenüber ihren Schulfreunden, die nicht in Behandlung sind: Unsere Patienten müssen regelmäßig zur Prophylaxe. Dass das eine Chance ist und nicht vertane Zeit – das wissen manche vermutlich aber erst viel später wert zu schätzen.“

 
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