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BDK-Landesverband Schleswig-Holstein: Professor Ihlow einstimmig als Vorsitzender bestätigt

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 13. April 2012
 
BDK-Landesverband Schleswig-Holstein:
Professor Ihlow einstimmig als Vorsitzender bestätigt
 
Was Prof. Dr. Dankmar Ihlow/Bad Schwartau im Rahmen der Landesversammlung des BDK am 30. März in Neumünster den Mitgliedern vorstellen konnte, war durchweg erfreulich: „Unser Landesverband hat sich nicht nur konsolidiert in den zurückliegenden drei Jahren – wir haben auch Mitglieder hinzugewonnen, darunter insbesondere jüngere Kolleginnen und Kollegen, was mich besonders freut.“ Die Arbeit für und mit der jungen Generation an Fachzahnärzten für Kieferorthopädie sei ihm ein großes Anliegen und werde auch weiter ausgebaut. Zudem gebe es eine freundliche und kollegiale Zusammenarbeit mit den zahnärztlichen Körperschaften und gute Verbindungen zu den landespolitischen Strukturen: „Schleswig-Holstein ist in der BDK-Landschaft inzwischen kein weißer Fleck mehr!“ Er wurde, zusammen mit seinem Stellvertreter Dr. Theodor Gerritzen, im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Wahl des Vorstandes“ einstimmig von der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt.
 
Von Alltagserlebnissen geprägt war die Diskussion zu ersten Erfahrungen mit der neuen GOZ nach dem Einführungsstatement von Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK. In den Praxen zeige sich, das machten die Statements aus dem Kreis der Mitglieder deutlich, dass es trotz aller Vorbereitungen noch „Ecken und Kanten bei der Umsetzung“ der Gebührenordnung im Alltag gibt. Die Punkte konnten im direkten Austausch geklärt werden, dennoch gaben die Beiträge Anlass zu einer Aufforderung seitens Professor Ihlow, die Möglichkeiten des § 2 ausschöpfend zu nutzen. Dr. Mindermann empfahl, den geplanten Steigerungssatz „vernünftig zu begründen“, da dies die Chancen des Patienten auf Erstattung verbessere – und die Geschäftsstelle des BDK zu involvieren, ehe man an eine gerichtliche Klärung denke: „Wir können vor einem Verfahren vor einem unerfahrenen Amtsgericht nur warnen – was in der Welt ist, kriegt man so leicht nicht wieder weg.“ Auch das Thema „Musterweiterbildungsordnung“ stand auf der Tagesordnung, hier berichtete Dr. Mindermann sowohl von der zurückliegenden Entwicklung als auch über den erneut offenen Status quo. Für den Arbeitsaufwand des Bundesvorstands, aber auch des Landesvorstands gab es Beifall und Motivation, sich weiter erfolgreich für die Interessen der Kieferorthopäden einzubringen.
 
Tradition: Fortbildungsthema im Anschluss
Einer schönen Tradition folgend, hatte Professor Ihlow auch für diese Landesversammlung eine von der Zahnärztekammer zertifizierte Fortbildung vorbereitet. Er stellte unter der Überschrift „Extraktionstherapie als integraler Bestandteil der kieferorthopädischen Behandlung“ das breite Spektrum der Indikationen zur Extraktionstherapie und die unterschiedlichen Behandlungs-Schritte vor. Die Anwendung von Extraktionen in der Zahnmedizin sei keine neue Erfindung – bereits im Jahre 636 wurde von Extraktionen wegen „überzähliger Zähne“ berichtet. Werde indikationsgerecht extrahiert, arbeite die moderne Kieferorthopädie nach biomechanischen Prinzipien mit der Natur und nicht gegen sie. Professor Ihlow stellte seine innovative Modifikation der klassischen Serienextraktion vor, die auf seine Anregung hin in einer Studie an der Universitätsmedizin Göttingen wissenschaftlich geprüft, bestätigt und publiziert wurde. Danach gelinge es, die natürliche Zahndurchbruchsfolge der Eckzähne und der ersten Prämolaren im Unterkiefer umzukehren. Die modifizierte Serienextraktion nach Ihlow hat, so der Referent, gegenüber der klassischen Serienextraktion signifikant klinische Vorteile für die Eruption im Unterkiefer, biete eine gravierende Zeitersparnis bei der Multibandbehandlung und sei deshalb als Alternative der klassischen Serienextraktion vorzuziehen.
 
Foto, von links: BDK-Justitiar  Stephan Gierthmühlen, SH-Landesvorsitzender Prof. Dr. Dankmar Ihlow, Bundesvorsitzende Dr. Gundi Mindermann, stellvertretender Landesvorsitzender Dr. Theodor Gerritzen und Geschäftsführer Sascha Milkereit)
 

 
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