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Symposium zu Erwachsenen-Kieferorthopädie: „Kompromissbehandlung“ zwischen Möglichkeiten und Grenzen

Presseinformation der Initiative Kiefergesundheit/IKG und des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 9. Februar 2012
 
Symposium zu Erwachsenen-Kieferorthopädie:
„Kompromissbehandlung“ zwischen Möglichkeiten und Grenzen
 
Was alles möglich wäre in der modernen Erwachsenen-Kieferorthopädie, aber auch, wo diese Möglichkeiten ihre Grenzen haben: Das sind zwei Kerngesichtspunkte in den Präsentationen im Rahmen des 2. Kongresses der Initiative Kiefergesundheit/IKG in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden/BDK am 23. Juni 2012 in Köln. Dr. Gundi Mindermann, stellvertretende Vorsitzende der IKG und Bundesvorsitzende des BDK: „Der dritte Aspekt, und nicht zuletzt eine Herausforderung an unsere Referentinnen und Referenten, ist das Thema ‚Kompromissbehandlung’: der heikle, aber eben auch sehr alltägliche Spagat zwischen Wissenschaft, der individuellen anatomisch-morphologischen Gegebenheit sowie der sozialen Situation des Patienten – und nicht zuletzt unserer Gebührenordnung.“ Es sei nicht damit getan,
sich selbst ein Bild von der Ausgangslage und vom angestrebten Behandlungsziel zu machen und entsprechend therapeutische Möglichkeiten zur Realisierung zu prüfen: „Der Gesetzgeber erwartet von uns, über alle Behandlungsmöglichkeiten, Alternativen, Vor- und Nachteile zu informieren.“ Zwischen dem aus fachlicher Sicht favorisiertem Vorgehen und dem, was der Patient für gut befindet, lägen in sehr vielen Fällen deutliche Spannen: „Beispiel: die Behandlung von progenen Verhältnissen bei einem Patienten in mittlerem Erwachsenenalter. Wir Fachzahnärzte würden hier vielleicht zu einem kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Vorgehen raten. Vom Patienten ist ein solches, oft durchaus aufwändiges Verfahren jedoch nicht gewünscht. Nun müssen wir einen Lösung finden, mit der wir fachlich leben können – und die dem Patienten eine deutliche Verbesserung seiner Kausituation und Ästhetik bietet.“
 
Kompromiss: Hilfestellung durch Top-Referenten
Die Frage, wo und wie bei bestimmten dento-fazialen Anomalien und Therapieverfahren solche Kompromisse zwischen Patientenzufriedenheit und fachlicher Vertretbarkeit akzeptabel sind, zieht sich durch dieses Ganztagssymposium, das erneut unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer/Würzburg steht. Stichworte sind interdisziplinäres Management beim Frontzahntauma, Traumaprophylaxe, kieferorthopädische Strategie bei Kiefergelenkfortsatzfrakturen im Erwachsenenalter, skelettale Verankerung, Lingualtherapie und Aligner. Neben der wissenschaftlichen Leiterin selbst geben renommierte Referenten wie beispielsweise Prof. Dr. Christopher J. Lux, Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann und Dr. Manfred Schüßler Hilfestellung zum Thema „Kompromiss“ sowie Dr. Björn Ludwig, der von den Teilnehmern des Kongresses 2011 viel positive Resonanz erhalten hat. Ergänzt wird das Fachprogramm um Erfahrungen nach einem halben Jahr Anwendung der neuen GOZ.
 
Infos: www.pfa-kfo.de

 
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