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3. Gemeinschaftssymposium „Kinder – Zahn- Spange“ - Der richtige Zeitpunkt: Sprache – Sprechen – Mundfunktion

Presseinformation der Initiative Kiefergesundheit e.V./IKG in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden/BDK vom 23. Januar 2012
 
3. Gemeinschaftssymposium „Kinder – Zahn- Spange“
Der richtige Zeitpunkt: Sprache – Sprechen – Mundfunktion
 
Mitte Dezember 2011 berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) auf der Grundlage des herausgegebenen Heilmittelberichtes: „Beim Übergang vom Kindergarten zur Grundschule benötigen immer mehr Kinder Unterstützung durch Logopäden. Bereits nahezu jeder vierte 6-jährige Junge hat 2010 eine Logopädie erhalten, bei den Mädchen lag dieser Anteil bei 16,2 %.“ In Zahlen, aus dem gleichen Bericht: „Gut 130.000 AOK-versicherte Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren waren 2010 in einer sprachtherapeutischen Praxis.“ Gegenüber dem Jahr 2006 eine Steigerung von 20 % bei den Jungen und 30 % bei den Mädchen.
„Diese Zahlen bestätigen uns“, sagt dazu Dr. Gundi Mindermann, Bundesvorsitzende des BDK und stellvertretende Vorsitzende der IKG, „dass wir auf dem richtigen Weg waren, als wir Thema und Konzept der überaus erfolgreichen Symposiumsreihe ‚Kinder – Zahn – Spange’ für 2012 festgelegt haben: Das Thema Sprach- und Sprechstörungen ist eine Herausforderung an Kinderzahnärzte, Kieferorthopäden, Kinderärzte und logopädische Spezialisten. Wir sind aufgefordert, hier mehr Bescheid zu wissen – und zusammenzuarbeiten.“ Spannend umgesetzt hat das Konzept Prof. Dr. Dr. Ralf J. Radlanski als wissenschaftlicher Leiter der Symposiumsreihe, die von Beginn an als Gemeinschaftstagung von IKG, BDK und der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde/DGK sowie dem Bundesverband der Kinderzahnärzte/BuKiZ gestaltet wird. Die Organisation des 3. Gemeinschaftssymposiums am 12. Mai 2012 in Frankfurt liegt erneut bei IKG und BDK.
 
Dr. h.c. Susanne Codoni als Kernreferentin gewonnen
Professor Radlanski hat mit Sprachheilpädagogin Dr. h.c. Susanne Codoni/Basel eine der europaweit führenden Expertinnen im Bereich der Logopädie als Kernreferentin für das Symposium gewinnen können: Ihren ganzheitlich-interdisziplinären Ansatz und die Erfahrung aus über 30 Jahren Forschung und Praxis in Diagnose- und Therapieverfahren hat sie verankert an Hochschulen, in der Praxis und in wissenschaftlichen Gesellschaften. Kürzlich erhielt sie seitens der Universität Basel die Ehrendoktorwürde. Stimme, Sprache, Bewegung, Lernen und Kommunikation als ganzheitliches und interdisziplinäres Netz bestimmen ihre Arbeit – und lassen sie Chancen, aber auch Grenzen ihres Spezialfaches erkennen und praxisnah vermitteln. Beim 3. Gemeinschaftssymposium im Mai in Frankfurt wird sie ihre beiden Kernvorträge auf zahnmedizinische und kieferorthopädische Aspekte fokussieren. Nach einer Einführung von Professor Radlanski unter dem Titel „Zentrale Rolle der Zahnärzte und Kieferorthopäden bei der Erkennung von Sprech- und Hör-Störungen“ und einem „Fokus: Zunge“-Beitrag von Dr. Mindermann zum Thema „Sprechen – entscheidender Faktor für kieferorthopädischen Erfolg“ widmet sich Dr. Codoni dem Bereich „Diagnostik – Indikation – Habits: Möglichkeiten und Grenzen der myofunktionellen Therapie“.
 
Lispeln & Co: interdisziplinäre Herausforderung
Im zweiten Teil der Veranstaltung vermittelt Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. Dagmar Hoehne/Friedrichshafen, ebenfalls eine der renommiertesten Expertinnen auf ihrem Gebiet, Empfehlungen zur Kommunikation mit dem Kind unter der Fragestellung „Ab wann weiß ein Kind, was ‚richtig’ ist?`“ Welche Aufgaben Audiologen als Partner von Zahnärzten, Kieferorthopäden und Kinderärzten leisten können, vermittelt Prof. Annette Leonhardt/LMU München. Ebenfalls mit Sicherheit spannend werden dürfte der zweite Kernvortrag von Dr. Codoni zum Thema „Lispeln & Co: Verbreitete Sprachstörungen und erfolgreiche logopädische Verfahren.“ Wie immer bei dieser Symposiumsreihe wird den Teilnehmern jeweils Praxisnahes zum „richtigen Zeitpunkt“ mitgegeben: wann ein Kind überwiesen werden sollte – und an wen. „Wir Zahnärzte und Kieferorthopäden spielen für die gesunde Entwicklung der Kinder eine größere Rolle als wir oft meinen“, sagt Dr. Mindermann, „das muss uns bewusst sein. Wir empfehlen, sich dieses Symposium in den Kalender einzutragen.“
 
Infos & Anmeldung unter: www.kinder-zahn-spange.de

 
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