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BDK-Kongress Young Orthodontists: Mehr Zeit, mehr Inhalt, mehr Austausch - und jetzt auch Workshops

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 18. August 2011

BDK-Kongress Young Orthodontists:
Mehr Zeit, mehr Inhalt, mehr Austausch - und jetzt auch Workshops


Wie viele Fragen den jungen Kieferorthopäden vor, während oder kurz nach ihrer Niederlassung auf den Nägeln brennen, zeigte sich bei den zurückliegenden Young-Orthodontists-Kongressen meist am Tagungsende: „Wenn wir meinten, alles Wichtige wenigstens ansatzweise übermittelt zu haben“, berichtet Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK, „ergaben sich so viele weitere interessierende Aspekte, dass wir beschlossen haben, das Konzept der Veranstaltungsreihe für die jungen Kolleginnen und Kollegen zu überarbeiten. Das überarbeitete Programm liegt jetzt vor, und wir werden am 21. und 22. Oktober in Köln sehen, wie es ankommt.“

Neu ist zum einen der Zeitplan: Während es am Freitag ganztags um grundsätzliche Aspekte in Form von Vorträgen geht und es nunmehr ausführlicher Zeit für Fragen und Expertenantworten gibt, ist der Samstag-Vormittag als Workshop-Teil angelegt, kombiniert mit einem umfangreichen rechtlichen Informationspaket am Nachmittag. „Wir haben diesmal ein sehr vielfältiges Programm vorbereitet, das weitgehend alle Aspekte aufgreift, die sich die Teilnehmer von uns gewünscht haben“, sagt Dr. Mindermann. „Nach diesem Crashkurs in Niederlassungsfragen haben unsere jungen Kolleginnen und Kollegen einen zuverlässigen Eindruck dessen, was in der Praxis auf sie zukommen kann, und entsprechendes Wissen als Handwerkszeug, die sich ergebenden Herausforderungen einzuschätzen und weitgehend auch zu klären.“

Von skelettaler Verankerung über Retention bis zur Abrechnung

Wie immer, startet der Kongress mit einem Fachvortrag zu einem aktuellen Thema aus der kieferorthopädischen Wissenschaft: Diesmal geht es um die „Skelettale Verankerung“, die im Zuge vermehrter Erwachsenenbehandlung wichtiger wird und u.a. bei großen Defekten als Hilfestellung zum Einsatz kommt. Ein Dauerthema in der Kieferorthopädie: das naturgegebene Rezidiv. Wie man ihm vorbeugt und was man über Retention wissen muss, wird anhand des aktuellen „Retentionskatalogs“ demonstriert. Ein Thema, das zu viel Praxisbegeisterung führen kann, wenn man die entsprechenden Mechanismen richtig nutzt, sind die „betriebswirtschaftlichen Kennzahlen“. Der Vortrag, der bisher trotz komplizierter Thematik auf den Evaluationsbögen mit die besten „Beurteilungen“ erhielt, ist mit dem Lieblings-Referenten-Team der bisherigen Teilnehmer auch in Köln wieder dabei. Ein weiteres Finanzthema sind die „Grundlagen der Kassen- und Privatabrechnung“ – das A und O einer zukunftsfesten Praxis und damit ein Kernthema für Praxisgründung bzw. junge Praxen.

Neu dabei ist das Thema „Empathie-Falle“ zwischen wirtschaftlicher Absicherung der Praxis und Mitgefühl mit den kostenbelasteten Patienten. Hinzu kommen zwei parallele Workshops: Hier geht es einerseits um das Thema „Standortwahl“ und die Frage: Welche Praxis möchte ich sein? Zum anderen stehen die Aspekte „Arbeitsrecht und Personalführung“ auf dem Programm, die in der Praxis leicht zu einem großen Belastungsberg anwachsen können. Zwei weitere Vorträge im Plenum haben einen rechtlichen Fokus: Der erste dreht sich um „Das erste Mal“ und gibt Handlungsempfehlungen rund um die erste selbst geschriebene Rechnung, den ersten Kammer-Kontakt mit der Schlichtungsstelle und die erste Auseinandersetzung mit einem Kostenträger. Der andere informiert unter dem Schlagwort „Juristisches Risikomanagement“ über den Bereich Berufshaftpflicht und den Umgang mit klagefreudigen, rechtsschutzversicherten Patienten. In dem Beitrag werden nicht zuletzt die Punkte Sorgfaltspflicht, Aufklärungspflicht und Dokumentationspflicht und deren forensicher Nutzen erklärt.

Was für diesen Rechts-Vortrag gilt, trifft letztlich auf alle Präsentationen beim Kongress Young Orthodontists zu, Dr. Mindermann: „Je besser man die Stolperfallen kennt, umso niedriger das Risiko, einen falschen Schritt zu tun und unerfreuliche Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen. Das wollen wir unseren jungen Kieferorthopäden mitgeben ins Berufsleben. Im Sinne der jungen Kolleginnen und Kollegen können wir nur hoffen, dass ihre Weiterbildungsstelle sie auf diesen speziellen Kongress aufmerksam macht.“ Mit zurück nehmen werden die Teilnehmer viele gute Tipps – und nicht zuletzt 16 Punkte für ihre Fortbildungs-Unterlagen.

Infos und Anmeldung unter www.young-orthodontists.de

 
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