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Deutlicher Mitgliederzuwachs: BDK wird immer „jünger“

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 12. August 2011

Deutlicher Mitgliederzuwachs:

BDK wird immer „jünger“

 Während der BDK im kommenden Jahr seinerseits 45 Jahre „alt“ wird, werden seine Mitglieder immer jünger: Insgesamt sind rund 18 % aller Mitglieder, die immerhin nach der zahnärztlichen Ausbildung noch eine Fachzahnarzt-Weiterbildung absolvieren müssen, derzeit 40 Jahre und jünger, rund 7 % aller Mitglieder sogar 35 Jahre und jünger. Wie deutlich die Entwicklung in Richtung junge Mitglieder ist, zeigt sich nicht zuletzt an der aktuellsten Beitritts-Statistik für das Jahr 2011: Rund 71 % aller Neu-Mitglieder sind 40 Jahre und jünger, fast 57 % aller Neumitglieder sogar erst 35 Jahre und jünger. Dass der BDK für die jungen Kieferorthopäden inzwischen so attraktiv geworden ist, hat verschiedene Gründe, einer davon ist sicher das intensivierte Bemühen um die jungen Kolleginnen und Kollegen.

 „Es freut uns, dass wir soviel positive Resonanz erhalten“, sagt Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK. „Diese Entwicklung tut dem BDK als starker Interessenvertretung der deutschen Kieferorthopäden ungemein gut und ist ein sehr schönes Zeichen, dass die nachkommende Generation an Kieferorthopäden verstanden hat, dass es für uns als eher kleine Gruppe umso wichtiger ist, zu einem starken Berufsverband zu gehören.“ Die erfreuliche Mitglieder-Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit der 2008 gestarteten eigenen Kongressreihe für junge Kieferorthopäden unter dem Titel Young Orthodontists. „Wir haben von jungen Kolleginnen und Kollegen damals gehört, dass sie sich Unterstützung beim Start wünschen – und sofort reagiert. In der heutigen Zeit ist es unumgänglich, eine Praxisneugründung auf gesicherten Basisdaten zu errichten. War es früher fast noch möglich, sich überall niederzulassen, müssen heute nicht nur wirtschaftliche Gesichtspunkte, sondern auch Aspekte der persönlichen Lebensplanung in die Praxisplanung einfließen.“ In Aus- und auch Weiterbildung allerdings kämen Aspekte wie Lebensplanung (Stadt- oder Landpraxis), Praxismanagement, Marketing, Vertragsrecht, Abrechnungsfragen und auch wirtschaftliche Punkte meist zu kurz. In der Regel legten die jungen Kolleginnen und Kollegen einen erheblichen Schwerpunkt auf ihre fachliche Kompetenz als Grundlage für die Etablierung der jungen Praxis am Markt an: Existenzielle Verwaltungsfragen dagegen, die zu den Grundpfeilern einer langfristig sicheren wirtschaftlichen Existenz gehörten, kämen leicht etwas zu kurz. Ein für Dr. Mindermann politisch ebenso wie praxisbezogen wichtiger Aspekt: „Nur wenn die betriebswirtschaftliche Basis stimmt, kann man auch seinem Anspruch an einen hohen Qualitätsstandard gerecht werden.“

Der Kongress ist auf eine wachsende Teilnehmergruppe vorbereitet, aber noch nicht bei allen werdenden Kieferorthopäden bekannt: „Wir hören von jungen Kolleginnen und Kollegen, dass es offenbar Kommunikationsprobleme an den Kliniken gibt“, berichtet Dr. Mindermann: „Bedauert wird eine mangelnde Information über die diese spezielle Kongressreihe rund um die Praxis aus wirtschaftlicher  und vertragsrechtlicher Sicht. Die Kliniken sind über das Angebot informiert, wir würden uns mit Blick auf den Nutzen für die jungen Kieferorthopäden daher eine hilfreiche Kommunikation wünschen.“

 Neu: Arbeitskreis Junge Kieferorthopäden

Aus den Kreisen der jungen Mitglieder hatten sich zunehmend praxisrelevante Fragen an den Berufsverband gestellt, die deutlich werden ließen, dass dieser wachsenden Gruppe unter den Mitgliedern ein eigenes Forum gegeben werden sollte. „Wir etablieren daher ab Herbst einen speziellen Arbeitskreis zu dieser Thematik. Derzeit bildet sich gerade das Team, das diese junge Gruppe moderieren wird.“ Das Team wird bestehen aus "Startern" und zwei inzwischen schon etwas erfahreneren Kieferorthopäden in einer Art Mentoren-Rolle. „Wir unterstützen diesen speziellen Erfahrungsaustausch auch mit unseren Justitiaren und unserer Abrechnungserfahrung, wie für alle Mitglieder. So bilden wir insgesamt eine starke Gruppe, die den jungen Kolleginnen und Kollegen beim Start hilft.“

Für die erfolgreiche Arbeit eines Berufsverbandes sei es allerdings auch wichtig, dass sich die jungen Mitglieder ihrerseits aktiv einbringen: „Wenn wir unsere gesundheitspolitischen und standespolitischen Ziele definieren, sollen sie auch zu denen passen, die ihre Beruflichkeit gerade erst starten. Der Input unserer Einsteiger zeigt uns, wo wir alle auf einer Linie liegen – und wo die jüngere Generation vielleicht andere Vorstellungen oder Wünsche hat. Nur so bleiben wir flexibel genug“, so Dr. Mindermann, „um auf neue Anforderungen im Sinne aller Mitglieder zeitgemäß zu reagieren.“

 Interessentinnen und Interessenten an diesem Arbeitskreis Junge Kieferorthopäden können sich am Stand des BDK im Rahmen der DGKFO-Jahrestagung Mitte September in Dresden in eine Teilnehmerliste eintragen. Nicht zuletzt im Rahmen der BDK-Mitgliederversammlung werden die Teilnehmer über diese neue Arbeitsgruppe informiert und gebeten, Kolleginnen und Kollegen in der Weiterbildung auf das neue Angebot hinzuweisen. Dr. Mindermann: „Etablieren und offiziell starten wollen wir das neue Angebot da, wo die Idee auch herkommt - beim Kongress Young-Orthodontists, in diesem Jahr am 21. und 22. Oktober in Köln.“

 Für Rückfragen:

Dr. Gundi Mindermann (1. Bundesvorsitzende des BDK) über Pressestelle: Birgit Dohlus/dental relations, Tel: 030 / 3082 4682 , eMail: info@zahndienst.de

 
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