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BDK mit aktualisiertem Leitfaden Kieferorthopädie

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 23. Juni 2011

BDK mit aktualisiertem Leitfaden Kieferorthopädie:

Engmaschige Partnerschaft mit Kinderärzten

Was auf den ersten Blick langweilig und trocken klingt, ist eine schöne, eine fachlich und persönlich lebendige Erfolgsgeschichte: „Leitfaden zur kinderärztlich-kieferorthopädischen Untersuchung“ heißt die Publikation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden, gemeinsam herausgegeben mit dem BVKJ/Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Der zwischenzeitliche Erfolg des Leitfadens ist ein Beleg dafür, dass interdisziplinäres Vorgehen viel bewirken kann, wenn in gegenseitiger Achtung vor der Kompetenz des anderen ein gemeinsames Ziel gefunden und auf den Weg gebracht wird. Von der wissenschaftlichen Leiterin, Professorin Dr. Ariane Hohoff/Universität Münster überarbeitet, ist der Leitfaden nun aktuell erneut aufgelegt worden: „Die leicht nachvollziehbare Struktur der standardisierten Untersuchungsbögen und des Leitfadens insgesamt wurde bei verschönertem Layout beibehalten – die Literatur hingegen vollkommen aktualisiert. Es wird auf die entsprechenden Stellungnahmen der DGKFO, der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin sowie der American Academy of Pediatric Dentistry verwiesen, außerdem werden Cochrane Reviews und Metaanalysen zitiert.“

Hilfreiche Brücke für die Kinder

Ziel des Leitfadens ist einerseits, die Kieferorthopädie stärker in die Humanmedizin einzubinden. „Das erfüllt auch eine Forderung des Wissenschaftsrates“, sagt Prof. Hohoff. „Vor allem aber ging es uns darum, auch solche Kinder zu erreichen, die von ihren Eltern weder einem Zahnarzt noch einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie vorgestellt werden. Unsere interdisziplinäre Kooperation ermöglicht speziell geschulten Pädiatern gewissermaßen eine einfache kieferorthopädische ‚Screeninguntersuchung’. Bei Verdachtsdiagnose werden die kleinen Patienten zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie überwiesen.“ Das Projekt lebt vom gegenseitigen Interesse an der Verbesserung der Kindergesundheit, Prof. Hohoff verteilt großes Lob an die Kinderärzte: „Meine persönlichen Erfahrungen sind äußerst positiv. Die Pädiater sind in der Sache der Kinder überaus engagiert, an kieferorthopädischen Aspekten sehr interessiert sowie häufig erstaunlich gut ‚vorgebildet’.“ Die fachliche Kommunikation läuft über standardisierte altersspezifische und benutzerfreundlich gestaltete Untersuchungsbögen, die zudem zu einem wiederholten Lerneffekt für den Kinderarzt führen: „Einer dieser Bögen geht zurück an den Kinderarzt, der so ein Feedback erhält, ob er alles richtig gesehen und erkannt hat.“

Medium für Netzwerke

Was der Leitfaden bereits bewirkt hat, ist eine wachsende Anzahl von interdisziplinären Kindergesundheitsnetzwerken, die heute nicht selten auch noch von anderen Disziplinen ergänzt werden. Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK, der die Publikation herausgibt: „Dieser Leitfaden ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr sich die Kieferorthopädie mit anderen Fachgebieten verbündet, um den Patienten Prävention, Früherkennung und zeitgerechte Therapie zu ermöglichen. Der gegenseitige Respekt vor der jeweiligen Expertise der anderen Seite ist der Grundpfeiler für den großen Erfolg dieses interdisziplinären Projekts. Von den Kinderärzten haben auch wir viel gelernt. Für die gute Zusammenarbeit gilt ihnen daher unser ausdrücklicher Dank.“

Bestelltipp: Interessenten und BDK-Mitglieder, die weitere Exemplare haben möchten, erhalten den Leitfaden zum Selbstkostenpreis von 2.- Euro/Stück per Bestellung über die BDK-Geschäftsstelle, Mailkontakt: info@bdk-online.org,

 
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