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Kieferorthopäden müssen Helferinnen entlassen

Kieferorthopäden müssen Helferinnen entlassen

BDK: Keine Zukunft für Weiterbildung

Berlin, 6. Juni 2003 –
Viele Helferinnen in kieferorthopädischen Praxen werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Im Rahmen der Reform des Gesundheitswesens werden der Kieferorthopädie durchschnittlich 20 Prozent der Mittel entzogen.

„Auf die massiven Kürzungen können die Praxen kurzfristig nur mit Entlassungen reagieren“, befürchtet der Vorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden BDK Eugen Dawirs: Dies hat zur Folge, dass nicht mehr alle notwendigen Behandlungen erbracht werden können!“

Widersinnigerweise sind die schwierigen und besonders schwierigen Behandlungen (BEMA 119 c/d) bis zu 50 Prozent abgewertet worden. Gerade diese Fälle bedürfen jedoch der Behandlung durch einen Fachzahnarzt mit Langzeiterfahrung.

„Der Qualitätsverlust in der Kieferorthopädie ist deutlich absehbar“, so Dawirs weiter: „Langfristig werden die Niederlassungen in der Kieferorthopädie rückläufig sein, da der notwendigen Weiterbildung zum Spezialisten im neuen BEMA nicht Rechnung getragen wird.“

Die drastische Entwicklung bestätigt die Richtigkeit der BDK-Politik hin zu Festzuschüssen und mehr Eigenverantwortung der Patienten.

 


 
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