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Gesundheitsministerium will Kieferorthopädie rationieren

Mit Falschinformation Politik machen

Gesundheitsministerium will Kieferorthopädie rationieren.

Berlin, 07. April 2004    
Mit gezielter Falschinformation versucht das Gesundheitsministerium die Ärzte unter Druck zu setzen. Besonders im Visier sind die Kieferorthopäden, da diese ihren Patienten eindringlich die Kostenerstattung empfehlen, wie sie vom Gesetzgeber vorgesehen ist. Die Vorteile der Kostenerstattung für die Patienten sind gerade in diesem Bereich besonders deutlich. Ermöglicht sie doch in vielen Fällen eine adäquate, schonende und schnelle Behandlung der Kinder.

"Warum," fragt Eugen Dawirs, Bundesvorsitzender des BDK, "wird die Kostenerstattung erst ins Gesetz geschrieben, um sie hinterher durch gezielte Falschinformation zu sabotieren?" Die Antwort ist einfach: Das Gesundheitsministerium will die Kostenerstattung nicht, weil so die gewünschte Rationierung der Behandlung offensichtlich wird. "Frau Schmidt will sparen durch weniger Behandlungsfälle in der Kieferorthopädie und hat deshalb die Mittel gekürzt. Sollen wir Kieferorthopäden jetzt die Patienten nach Hause schicken und die Prügel dafür kassieren? Das werden wir nicht tun! Jeder Patient wird behandelt und er wird bei Kostenerstattung für die Regelleistung der Krankenkasse keinen Cent mehr zahlen."

Die Kostenerstattung ist zudem freiwillig und im Gesetz genau geregelt. Dort heißt es: "Frei die Versorgungsform wählen zu können entspricht der Vorstellung vom mündigen Bürger, der selbst entscheidet, was für  ihn zweckmäßig ist. Die Entscheidung für die Kostenerstattung kann zudem das Kostenbewusstsein der Versicherten verstärken."

Der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) ist die Interessenvertretung der deutschen Fachzahnärzte für Kieferorthopädie. Seine rund 2500 Mitglieder stellen eine hochwertige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung sicher. Gut 90 Prozent aller niedergelassenen Kieferorthopäden sind im BDK organisiert. Der Verband vertritt die fachlichen und berufspolitischen Interessen der deutschen Kieferorthopäden gegenüber Politik, gesetzlichen und privaten Kassenverbänden, Körperschaften, Behörden sowie anderen staatlichen und privaten Organisationen.

 

 
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