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BDK weist ZDF-Vorwürfe scharf zurück

BDK weist ZDF-Vorwürfe scharf zurück

Berlin, 5. Mai 2004 - Der Bundesvorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK), Eugen Dawirs, wirft der ZDF-Sendung Frontal 21 unsachliche Berichterstattung vor. In der gestrigen Ausgabe des Polit-Magazins wurde den ausgewiesenen Gegnern der Kostenerstattung, namentlich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Bundesgesundheitsminister a.D. Horst Seehofer, Gelegenheit zur Meinungsmache gegeben, ohne die Gegenposition der Kieferorthopäden zu berücksichtigen. Dies widerspricht den Grundsätzen des qualitativen Journalismus.

Dawirs betont: "Es zeugt von einem hohen Maß an Unverfrorenheit, wenn Bundesministerin Schmidt sagt, der Bürger würde durch die Wahlpflicht zur Kostenerstattung für den gesamten ambulanten Bereich Gefahr laufen, über den Tisch gezogen zu werden. Dies ist schließlich die Formulierung des eigenen Gesetzes. Mit Vorwürfen der Vorkasse und des Selbstbehaltes werden die Patienten weiter hochgradig verunsichert. Da nachweislich keine Vorkasse und auch kein Selbstbehalt für die Kassenleistung von den Kieferorthopäden verlangt werden, wird die Sachebene verlassen und über die Top-Verdiener-Nummer Sozialneid geschürt."

Dawirs weiter in seiner Rückweisung der Vorwürfe, "Das völlige Fehlen von Sachargumenten offenbart die Rat- und Perspektivlosigkeit der Politiker. Den Kieferorthopäden unverschämte Attribute wie Unanständigkeit und illegales Verhalten anzuhängen und als einzigen Ausweg den Arztwechsel zu empfehlen, wird der Bürger leicht durchschauen."

Der BDK warnt die Krankenkassen eindringlich davor, ihre Verweigerungshaltung gegenüber der Kostenerstattung auf dem Rücken der Kinder auszutragen. "Die Kieferorthopäden behandeln auch ohne Kassenzulassung ihre Patienten weiter zu Kassensätzen", unterstreicht BDK-Bundesvorsitzende Dawirs nachdrücklich.

Der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) ist die Interessenvertretung der deutschen Fachzahnärzte für Kieferorthopädie. Seine rund 2500 Mitglieder stellen eine hochwertige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung sicher. Gut 90 Prozent aller niedergelassenen Kieferorthopäden sind im BDK organisiert. Der Verband vertritt die fachlichen und berufspolitischen Interessen der deutschen Kieferorthopäden gegenüber Politik, gesetzlichen und privaten Kassenverbänden, Körperschaften, Behörden sowie anderen staatlichen und privaten Organisationen

 
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