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Dr. Gundi Mindermann bei Richtungswahl zur neuen Vorsitzenden gekürt

Pressemitteilung
 
Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK), Berlin:

Dr. Gundi Mindermann bei Richtungswahl zur neuen Vorsitzenden gekürt – Kieferorthopäden künftig nicht mehr Spielball von Krankenkassen und Politik – Der zuverlässigen Versorgung der Patienten soll wieder der Vorrang eingeräumt werden

Berlin (20. Juni 2005) – Die Mitglieder des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK), dem bundesweit 2400 Fachärzte der Kieferorthopädie angehören, haben am Wochenende in Berlin Dr. Gundi Mindermann zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Dr. Christian Scherer, Vorstandsvorsitzender der Kieferorthopädie Treuhand eG, wurde zweiter Vorsitzender des Verbandes. Dr. Mindermann, die langjährige BDK-Landesvorsitzende von Niedersachsen, in einer ersten Stellungnahme: „Wir werden künftig alles unternehmen, um weitere politisch motivierte Zugriffe auf die Kieferorthopäden zu verhindern und den deutschen Kieferorthopäden wieder jenen Stellenwert im Gesundheitssystem als Fachzahnärzte zu verschaffen, der ihnen durch ihre besondere Qualifikation zukommt. Der zuverlässigen Versorgung unserer Patienten soll wieder der Vorrang eingeräumt werden.“

Das klare Votum von 85 Prozent der Delegierten für die neue Doppelspitze Mindermann/Scherer ist auch Ausdruck für die wirtschaftliche Notlage der kieferorthopädischen Praxen in weiten Teilen Deutschlands, die durch das neue Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) vom 1. Januar 2004 ausgelöst worden ist. Sowohl Mindermann wie Scherer hatten ihre Kassenverträge gekündigt, da eine zufriedenstellende und qualifizierte Patientenbetreuung seit der BEMA-Novellierung für die Facharztpraxen betriebswirtschaftlich nicht mehr zu erbringen ist.  „Wir sind angetreten, um den Kieferorthopäden wieder die wirtschaftliche Basis zu sichern und zugleich den Patienten eine bestmögliche Versorgung auf Dauer bieten zu können,“ erklärte die neue Bundesvorsitzende.

Mindermann verfügt über langjährige berufspolitische Erfahrungen und ist seit 1999 Vorsitzende des German Board, einer Kooperation zwischen den kieferorthopädischen Facharztpraxen und der Wissenschaft.  Scherer, der neugewählte Zweite Vorsitzende, ist Kieferorthopäde und Diplomkaufmann. Er wird sich vor allem der betriebswirtschaftlichen Professionalisierung des Berufsverbandes widmen.

Der bisherige BDK-Vorsitzende Eugen Dawirs, Vizepräsident des Zahnärztekammer Bremens, bleibt der Vorstandschaft erhalten. Die Bundesversammlung bedachte Dawirs mit außerordentlichen Beifall für sein weiteres Engagement. Neue Mitglieder sind Dr. Benno Damm, BDK-Chef von Brandenburg, der baden-württembergische BDK-Vorsitzende  Dr. Thomas Miersch, Dr. Ortrun Rupprecht-Möchel aus Bayern und Dr. Achim Nesselrath, BDK-Vorsitzender aus Nordrhein.

In seiner künftigen Arbeit steht der neue Vorstand nicht allein, sondern kann auf eine breite Basis von Unterstützern zurückgreifen. „Die hohe Anzahl der Landesvorsitzenden und die vielen Fachkollegen aus allen Bundesländern, die den neuen Kurs mittragen, dokumentieren die Geschlossenheit des Berufsverbandes,“ erklärte Mindermann abschließend. Diese Haltung ermutige und verpflichte den neuen Vorstand, künftig eine kämpferische Standespolitik zur Durchsetzung der berufspolitischen und wirtschaftlichen Ziele zu vertreten.
 

 
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