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Auch Kieferorthopäden-Honorare in den neuen Bundesländern auf Westniveau anheben!

BDK zur aktuellen Honorarverteilung im Gesundheitswesen:

Vertragsärzte und Psychotherapeuten erhalten ab kommendem Jahr rund 2,7 Milliarden Euro mehr Honorar. Profitieren wird davon insbesondere die kassenärztliche Versorgung in den neuen Bundesländern. Die Honorare der Vertragsärzte dürften um bis zu 20 Prozent ansteigen und damit annähernd das Niveau ihrer Kollegen in den alten Bundesländern erreichen.

Der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) begrüßt diese Entscheidung des erweiterten Bewertungsausschusses grundsätzlich, sieht aber auch ergänzenden Handlungsbedarf. Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK: “Die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West erfordert gleichfalls eine rasche Anhebung der kieferorthopädischen Honorare in den neuen Bundesländern auf Westniveau. Praxismieten, Materialaufwand und Personalkosten haben nicht nur bei den Ärzten, sondern auch in den kieferorthopädischen Praxen längst westdeutsche Verhältnisse erreicht.“

Mehr Geld im Gesundheitswesen – auch für die Kieferorthopädie eingefordert

Nach den Vertragsärzten sollen - so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt - auch die Krankenhäuser mehr Geld von den Krankenkassen erhalten. Im Gespräch sind zwischen 3 und 4 Milliarden Euro. „Es zeigt sich, dass die Politik inzwischen realisiert hat, dass die veränderten Rahmenbedingungen in Demographie und medizinisch-technischem Fortschritt zwingend fordern, mehr Geld für die vertragsärztliche Versorgung bereitzustellen“, sagt Dr. Mindermann. "Die gleiche Erkenntnis hat sich im Bereich der zahnärztlichen Versorgung noch nicht durchgesetzt. Nach Jahren der Kostendämpfungspolitik und der Honorarabwertungen in der Honorierung der Leistungen für gesetzlich Versicherte, müssen die Deutschen Kieferorthopäden nun an einer längst überfälligen Steigerung der Honorierungen für privat-zahnärztliche Leistungen angemessen beteiligt werden. Vor diesem Hintergrund darf die bevorstehende Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte nicht erneut auf dem Rücken der Kieferorthopäden ausgetragen werden.“

Für Rückfragen:
Dr. Gundi Mindermann über BDK-Geschäftsstelle, Tel.: 030 / 27 59 48 43
Birgit Dohlus, dental relations, Tel: 030 / 3082 4682, eMail: info@zahndienst.de

 
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