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Anästhesie Kinderbehandlung

Presseinformation des BDK / Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden vom 11. Januar 2009

Anästhesie für die Kinderbehandlung retten:
BDK unterstützt Initiative der Kinderzahnärzte

„Auch in der Kieferorthopädie können wir auf erfahrene Anästhesisten nicht verzichten, wenn wir behandlungsbedürftige, aus vielerlei Gründen aber nicht ohne Unterstützung behandlungsfähige Kinder unter den Patienten haben“, sagt Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden/BDK. Bei der Behandlung gehandicapter Kinder und auch im Falle notwendiger Extraktionen bei schwer traumatisierten Kindern könne auf den Einsatz
spezialisierter Anästhesisten selten verzichtet werden. Der BDK unterstütze daher die Initiative der Kinderzahnärzte, die für eine ausreichende Honorierung der Leistung der Anästhesisten eintreten und teilt die Befürchtung, bei den seit Jahresbeginn geltenden Regelleistungsvolumina für ambulante zahnärztliche Vollnarkosen nicht mehr genügend Kollegen zu finden, die für die Behandlung der oft besonders schwer belasteten Kinder zur Verfügung stehen. „Es ist nicht nur so, dass wir Kieferorthopäden selbst immer schlechter honoriert werden und bei GOZ-neu erneut erhebliche Einbußen in Kauf nehmen sollen: Auch unsere Patienten werden durch die Repressalien immer mehr bedrängt und von medizinisch notwendigen Maßnahmen ausgegrenzt. Die nun geltende Bezahlung der oft zeitintensiven Anästhesie bei der Kinderbehandlung ist ein Affront den Patienten gegenüber, die besonders Hilfe brauchen. Wir unterstützen daher mit aller Kraft die Kinderzahnärzte, die erneut für eine Wiederherstellung angemessener Anästhesie-Honorare und damit die Wiederherstellung einer Chancengleichheit der Patienten eintreten.“

Auch ein wirtschaftlich schwächelndes Gesundheitssystem dürfe nicht ausgerechnet an denen sparen, die für einen guten Start in ein zahngesundes Leben auf Anästhesie bei der Behandlung angewiesen sind. Dr. Mindermann: „Dies ist auch nicht mit dem präventionsorientierten Ansatz der modernen Zahnheilkunde vereinbar. Wenn Kinder keine Chance mehr bekommen, in jungen Jahren trotz widriger Umstände Unterstützung für gesunde Zähne und gesunde Kiefer zu bekommen, haben wir später in keinem Verhältnis mehr stehende Aufgaben und Kosten für die Reparations-Therapie vor uns - von den emotionalen Folgen und verminderten Chancen für die Kinder, die mit ihren oralen Problemen leben müssen, ganz zu schweigen.“

 
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