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PKV Verband legt Studie zur Entwicklung zahnärztlicher Honorare vor

Das wissenschaftliche Institut des PKV-Verbandes (WIP) hat eine Studie mit dem Thema “Vergleich der zahnärztlichen Vergütung nach GOZ und BEMA“ vorgestellt. Darin kommt das Institut zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Die von den Leistungserbringern selbst verursachte überproportionale Ausgabendynamik müsse sowohl im Interesse der Privatversicherten, der gesetzlich versicherten Selbstzahler als auch der Zahnärzteschaft gestoppt werden.
  • Eine Analyse der 30 umsatzstärksten GOZ-Gebührenpositionen zeige, dass deren Vergütungswert 63 % über dem vergleichbaren BEMA-Wert liege.
  • In der PKV seien zwischen 1999 und 2009 im Bereich der zahnmedizinischen Versorgung die Ausgaben je Versicherten um 42 % angestiegen
  • Wenn man in der zahnärztlichen Versorgung die Häufigkeitsverteilung der Steigerungsfaktoren ab 2000 betrachtet, sei – von einem hohen Niveau kommend – eine deutliche Verschiebung der Steigerungsfaktoren in den Bereich jenseits des Regelhöchstsatzes zu erkennen.
  • Die Anzahl der bis zum Regelhöchstsatz abgerechneten Leistungen sank von fast 88 % auf 71 % in 2009. Gleichzeitig stieg der Anteil der über dem Regelhöchstsatz abgerechneten Gebührenpositionen von 12,2 % (2000) auf nunmehr fast 29 %. Die Anzahl der bis zum Regelhöchstsatz abgerechneten Leistungen mit besonders hohen Punktzahlen sank von 67,8 % auf 47,0 % in 2009. Gleichzeitig stieg der Anteil der über dem Regelhöchstsatz abgerechneten Gebührenpositionen mit hoher Punktzahl von 32,2 % (2000) auf nunmehr 53 %.
  • Aus den Daten des Statistischen Bundesamtes zur Umsatz- und Einkommenssituation der Zahnärzte für das Jahr 2007 gehe hervor, dass eine durchschnittliche Zahnarztpraxis im Jahr 2007 einen Umsatz von 462.000 € erzielt hat. Auf Privatabrechnungen entfiel hierbei ein Anteil von 48,1% des Umsatzes.

Geschickt lancierte der PKV Verband die Studie sodann bei der BILD-Zeitung, welche Forderungen des Freien Verbandes über eine Honoraranpassung der GOZ nach 24 Jahren in Höhe von 69 Prozent aufgriff, in Relation zu den Ergebnissen der Studie setzte und unter dem Titel "Gierige Zahnärzte" und der Patient sei mal wieder "der Dumme" die Leistungserbringer geißelte. In einer gemeinsamen Presseerklärung widersprachen BZÄK und KZBV den Zahlen des PKV Verbandes und bemängelten die tendenziöse Darstellung.



 
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