Für eine optimale Darstellung und Sicherheit laden Sie bitte den aktuellsten Browser kostenlos herunter.
Empfehlung:
Download FirefoxDownload Internet Explorer

Reden Sie mit!

Hier geht's zum
GOZ und HOK
Blog

Aktuelles Detail

PKV - Verband legt Konzept zur GOÄ-Reform vor

Anlässlich eines ersten Gespräches zwischen der Bundesärztekammer, dem Verband der privaten Krankenversicherung und dem Bundesministerium für Gesundheit, ist ein Konzeptpapier des PKV-Verbandes öffentlich geworden, in dem die PKV ihre Vorstellungen zur Novellierung der GOÄ dargestellt hat (siehe Anlage).

Zu den wesentlichen Forderungen zählt die kalkulatorische Trennung  der  Arztleistungen von technischen Leistungen. Während mit der Arztleistung der tatsächliche Aufwand des Arztes selbst, d.h. im Wesentlichen die von ihm aufgewendete Zeit basierend auf einem kalkulatorischen Arztlohn, vergütet werden würde, sollen die etwa durch Personal- oder Apparateeinsatz entstehen Leistungen hiervon kalkulatorisch getrennt werden. Damit solle eine Trennung in Zeitleistungen, Einzelleistungen sowie Komplexleistungen einhergehen, welche die heutige Einzelleistungsvergütung völlig umkrempeln würde. Neben einer  Verschärfung des Zielleistungsprinzips steht auch für die Privatliquidation ärztlicher Leistungen die Forderung nach einer Öffnungsklausel im Raum. Auch die Steigerung der Gebührenpositionen gemäß § 5 der GOÄ stellt sich die PKV künftig anders vor. Die Steigerung dürfte künftig keine Routine mehr sein, sondern müsste auf besondere Umstände beschränkt bleiben – so das Konzeptpapier. Würde die besondere Schwere eines Falls bereits durch andere Mechanismen, z. B. durch die Vergütung der tatsächlich aufgewendeten Zeit, abgebildet, wäre die Anwendung eines Steigerungsfaktors in keinem Fall gerechtfertigt.

 

Mit dieser Konzeption sägt die PKV am Ast auf dem sie sitzt – sie entzieht sich damit letztlich ihrer Existenz und Berechtigungsgrundlage. Wenn die PKV den Preiswettbewerb unterhalb des GKV-Niveaus sucht, könnte es schon bald auf den Praxisschildern heißen:

 

“Termine nach Vereinbarung. Alle Kassen – keine Privatpatienten.“

 
Seite drucken
Beitrag senden
Zurück